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Farvenspeel

Nicht für andere…

…sondern für sich selbst, sollte man Musik schreiben!

Wieder so ein Satz von mir, bei dem sich viele meiner Kollegen an den Kopf fassen. Nur warum?

OK – ist vielleicht etwas sehr eng gedacht Herr Arndt – aber mal zugegeben, die meisten Künstler machen doch das, was sie schreiben, malen, gestalten oder komponieren aus einem inneren Gefühl heraus. Sie halten Dinge ihres Lebens fest. Die Einen, weil sie damit etwas verarbeiten wollen – die Anderen, weil sie sich nur auf diese Art ausdrücken können und wieder andere, weil sie einfach Lust darauf haben und es können.

Welcher wahre Künstler produziert denn des Gewinnes wegen? Wer setzt sich hin und sagt: „Ich brauche Geld – ich male mal ein Bild“ oder „Ich erschaffe jetzt eine Skulptur weil ich dieses oder jenes brauche. Kein Künstler arbeitet so…. weil das Druck erzeugt und die Inspiration blockiert.

Auftragsproduktionen sind was völlig anderes… Da haben andere einen Wunsch – eine Idee und das Budget.

Was kann man denn alles so schreiben – oder muss man immer seinem Genre treu bleibe?

Ein klares NEIN!!!

Ich habe als Texter und Komponist immer wieder Lebensphasen – Momente – Erkenntnisse, die ich in meinen Songs verarbeite. Je nach dem durch-/ erlebten, bewegt sich der Text und Melodie in unterschiedlichem Genre… So entstehen klare Country oder Blues Titel, mal sind sie im Swing zu finden oder auch im christlichen Bereich.

Speziell der christliche Liedbereich sorgt immer wieder für Fragen wie z.B. „verunsichert man damit seine Hörerschaft nicht“ ???

Mmmhhh – ich weiß nicht genau. Verunsichert man so oder kann die Musik von einer breiter aufgestellten Hörerschaft konsumiert werden?

In mir schlummern viele Worte und Melodien…. fast alles hat irgendwie einen persönlichen, oft autobiografischen Hintergrund.  So mag ich Schlager – Folk – Pop und christliche Anbetungslieder. Ich glaube an Gott und ich schreibe darüber…. genau wie über all meine anderen musikalischen Vorlieben auch.

Warum???

Weil ich mich damit ausdrücke, meinen Kopf frei mache und meiner Seele den Druck nehme und inneren Frieden erlange….. Ich machen es nicht für andere, fürs Mainstream – Konsumverhalten – ich mache es nur für mich.

Ich freue mich aber wie Bolle, wenn andere Menschen verstehen, was ich schreibe – warum ich geschrieben habe und sich beim hören einfach wohl fühlen…..

Last Euch fallen…., Euer Carsten

Geld regiert die Welt

Qualität vs. Kapital……

Diese Frage stellt sich immer wieder bei allen Neuerscheinungen jeglicher Produkte – weltweit!

Als Kaufmann war ich viele Jahre ((vor meiner Selbständigkeit als Musiker)) für verschiedene ausländische Lebensmittel-Hersteller in Deutschland unterwegs. Ich war dabei verantwortlich für Listungsgespräche neuer Produkte. Ich war das Bindeglied zwischen Industrie und Handel.

Sehr schnell habe ich schon damals gelernt: Ein Produkt plazierst du nicht auf Grunde seiner Einzigartigkeit – seiner Qualität oder eines erkennbaren Bedarfs, ein Produkt plazierst du durch die Höhe einer Listungsgebühr, die Aktionsrabatte und Rückvergütungen.

Ist schon ganz schön krank! Man entwickelt etwas für ungeheuer viel Kapital und bringt es zur Marktreife und Lieferfähigkeit. Dann mietest Du dir quasi eine Verkaufsfläche für ungeheuer viel Geld um dann von den eigentlichen notwendigen Gewinnen auch noch etwas abzugeben.

Ergebniss – Mehr Produktion für weniger Gewinn, Hektik – Stress –  Verluste!

Was hat das jetzt mit Musik zu tun???

Hier ist es nicht anders – denn die Qualität eines Songs ist absolut subjektiv zu betrachten. Wenn ich für Werbung – ein Konzept – eine Kampange unendlich viel Geld raushauen kann, mache ich aus fragwürdigem Talent einen Superstar mit neuer Stilrichtung.

Ich kaufe Sendezeiten, ich beeinflusse die Objektivität der breiten Hörerschaft durch wegnahme von Entscheidungskraft. Höre es dir an oder schalte ab – das ist real! Wo bleiben dabei die wirklichen Talente mit Ideen, Leidenschaft usw….?

Im besten Fall irgendwo in den Playlists einiger regionaler Internetsender, bei Redakteuren die noch Bock auf Musik haben. Im schlechtesten Fall allerdings wohl nur im Proberaum.

Man muss Mainstream sein – oder ?

Aber wer entscheidet denn was Mainstream ist? Der Konsument von Musik?

Nein – der sicher nicht. Die großen Companys entscheiden das….. mit Geld, mit Einfluss und all den unangenehmen Begleiterscheinungen….. Sender – und hier besonders die öffentlich rechtlichen Medienanstalten zeigen hier klar, wie so etwas zu laufen hat. Listungsbüros // Musikredaktionen in Berlin entscheiden z.B. was in Schleswig-Holstein gehört werden soll. Da kann auf Sicht nichts gutes für regionale Künstler bei raus kommen…..

Das ist wie damals – auf der anderen Seite der Mauer…… wenn einer sagt das nur graue Flanellhemden produziert werden, dann trägt halt auch jeder graue Flanellhemden……. mal drauf rumgedacht? Wohl eher nicht!

Der Konsument // Hörer nimmt das ja so hin. Echt schade!

Mundart – überall?!?

Morgen ist es soweit….,
Happy Release-Day von unserem Cover zu:

„The Lion sleeps tonight“ – DAT WILDSCHWIEN…….

Aber darum geht es bei diesem Post nicht. Es geht um das was ab morgen passieren sollte……

Wir betreiben für diese VÖ einen großen Aufwand. Bemustern bundesweit
alle Medien!!! Das geht über MPN sehr gut und es ist für uns das
hilfreichste Medium. Jede Redaktion hat sofort Zugriff auf diesen Song.

Nun sind wir gespannt – denn dieser Song ist auf Plattdeutsch ?….
Mundart – die immer als Randerscheinung bezeichnet wird.

Wir sehen das anders und hoffen auf einen klaren Blick bei allen Entscheidern der Radio-Stationen…
BAP, Fendrich, Wecker oder Gabalier singen Mundart – eine Mundart die nicht immer auch im Norden verstanden wird…..

Nicht jeder der Marquess und Soler abfeiert versteht spanisch……
Läuft aber auch im Norden rauf und runter!

Wir wünschen uns unseren Song in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Dieser Song ist absolut professionell produziert, hat seine Mainstream
Tauglichkeit und kann in jedem Bundesland gefeiert werden…..

Nee – wir sind sowas von gespannt…..

Zurück zu den Wurzeln

Was für eine aufregende Zeit! Kennt Ihr das auch – dieses Gefühl das sich irgendwie alles verändert? Du siehst Dich in einer kleinen – nahezu winzigen Veränderung und auf einmal zieht es viele, unvorhersehbare Entscheidungen nach sich.

Tanja und ich haben in den letzten Wochen genau das alles nicht nur gelebt sonder auch durchlitten. Man möchte etwas großes schaffen und verrennt sich in Größe.

Diese gedachte Größe bringt aber nicht nur Fun sondern auch Probleme….. irgendwann findet man sich selber nicht mehr in dem was man eigentlich machen wollte.

Tanja und ich wollen genau das, was wir schon seid Jahren machen – Musik komponieren und texten und für andere spielen. Dabei ist es wirklich völlig egal, ob man nun Mainstream aktiv ist, oder eine Niesche in der nordischen Folk-Musik besetzt. Eines ist nur wichtig – Spaß Spaß Spaß!

Tanja und ich möchten wieder Spaß und gehen daher zurück zu unseren Wurzeln denn – Farvenspeel war- ist und bleibt immer das Baby von Tanja und mir – wir sind Farvenspeel!

Mit uns gemeinsam musizieren unsere Freund(e) – die Menschen die unsere Musik mögen und gemeinsam eine Lebensfreude und Leidenschaft nach draußen tragen werden.

Hier gibt es denn Freund(e) die fast immer an unserer Seite sein werden und die Freund(e) die je nach Anlass das ganze etwas verstärken.

Wir danken unserer engen Vertrauten unserer Freund(in) Nadine für klare Worte und bezogene Positionen.

Wir danken unseren Freund(en) für Ihre Bereitschaft, uns mit ihrem unfassbaren Talent zu unterstützen und den Sound von Farvenspeel hörbar zu machen.

Wir sehen uns……

Tanja & Carsten – Farvenspeel

Eine Tür durch „Eintritt“ verschließen…..

ich finde es ungerechtfertigt und absolut gegen jede Moral……

Natürlich gilt diese Einleitung nicht für all die schönen kleinen und großen Konzerte in Hallen, Club`s und den ambintionierten OpenAir Veranstaltungen.

Diese Einleitung richtet sich an diejenigen, die unsere Kirchen – egal welcher Konfession sie dienen – als Konzerträume nutzen. Hierbei findet nicht zwangsläufig ein Konzert mit christlicher Musik statt. Die „Romatik“ dieser besonderen Orte wird auf Nachfrage immer wieder gerne als Begründung für diese Konzerte genannt.

Diesem möchte ich wirklich zustimmen – Konzerte in Kirchen bieten immer wieder einen optischen und klanglichen Genuss. Das schätze ich auch sehr……. aus dem Grunde gehen wir auch immer wieder – nicht nur zur Weihnachtszeit –  auf Kirchen-Konzert-Tour…..

Was sollte mich nun aber dazu bringen – für diese Konzerte einen Eintritt zu erheben? Warum sollte ich auf die Idee kommen, hier Menschen auszuschließen, ihnen ihr christliches Anrecht auf freien Zugang zur Kirche durch eine Forderung von „Eintritt“ zu verwehren?

Ich spüre schon förmlich die Aufschreie meiner Kollegen, die mich hier vielleicht als naive bezeichnen werden…… Bin ich nicht, ich bin mir bewußt, dass für diese Konzerte ein finanzieller Aufwand betrieben wird und dieser ja gedeckelt sein muß. Verdienen will man ja auch noch etwas…….. stimmt, dass wollen wir alle.

Alle Welt spielt in jeglichen Clubs, Bars, Kulturbühnen auf Hut…… stehen da oft nur für einen Bruchteil der normalen Gage – verkaufen sich fast unter Wert. Nun gibt es ja Kirchen… und in denen geht das auf einmal nicht mehr? Da – wo die Menschen  das „Geben“  gewohnt sind, da soll der Eintritt es jetzt richten…….

Argumentiert jetzt bitte nicht mit GEMA-Kosten – die sind bei einem eintrittsfreien Konzert deutlich geringer. Kirchenmiete – fast nicht mehr Bestandteil unserer Erfahrungen. Eher schenkt der Förderverein der Kirche in der Pause etwas aus, verkauft Brezel o.ä. und generiert hieraus Einnahmen.

Ich finde es moralisch fragwürdig, hier keinen Sozialaspekt zu leben und sich nicht mit seiner Qualität einem Erfolg der „Spenden“ ((Kollekte)) zu stellen.

Hier wird das schönste und romantischste Bühnenbild genutzt, die volle Infrastruktur ist vorhanden, die Besucher sitzen hart und manchmal frieren sie auch und  ihr verkauft dafür Karten…..

Wir werden das nicht machen…. und ich weiß genau das sich diese Einstellung immer gelohnt hat. Du hast mal so ein Ergebnis oder halt so eins…… Das Endergebnis war bei all unseren Kirchenkonzert-Touren aber immer überzeugend.

Wir machen Musik aus einem Ideal heraus – bringen Leidenschaft mit und entzünden ein Feuer unter unseren Konzert-Besuchern. Was wir zu dem „gesammelten“ noch bekommen ist Dankbarkeit und Anerkennung. Dieses zählt mehr und macht glücklicher als nur Geld.

In diesem Sinne plant Konzerte zu guten Eintrittspreisen in guten Event-Locations, überlegt Euch einfach mal ob Hut-Konzerte Euch wirklich etwas bringen ((oder doch nur dem Wirt)) und lasst die Kirchen aber für jeden offen und stellt Euch mutig einem Wandel…….

So – ich packe denn mal den Tourbus für das nächste eintrittssfreie Kirchenkonzert……

Ein klingendes „Macht hoch die Tür – die Tor macht weit“,

Euer Carsten