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Farvenspeel

Wohlklang ohne Einklang?

Fortsetzung zu „Zwei Herzen in einer Brust“

So manches mal saß ich völlig fertig in irgendeiner Ecke meines kleinen Studios und wußte echt nicht mehr weiter.

Doch warum eigentlich….?

Na ich war unzufrieden mit allen Menschen um mich herum. Wieso sahen Die denn nicht? Wieso erkannten Sie denn nicht?

Wieso erkannte ich eigentlich nicht??? Was war mit mir passiert???

Wie schon mehrfach geschrieben – seid 1995 mache ich Musik. Der Anfang war ein schwerer Autounfall der mich Monate außer Gefecht setzte. Meine Mutti stellte mir zum Zeitvertreib ein Keyboard ins Haus. Nachdem ich dieses Ding einigermaßen verstanden hatte, schrieb ich die ersten Melodien. Ich nahm ein Demo auf und schickte das ganze zu einem NDR Moderator. Der fand das gut und wir produzierten meine erste CD. Man war das klasse.

Dann der erste Auftritt – in meiner Heimatstadt – natürlich auf einer NDR Bühne als Vor-Act von Costa Cordalis. Ich war stolz wie Bolle und gab danach über eine Stunde Autogramme mit eigener Autogrammkarte und verkaufte unendlich viele CD`s. Ich hatte richtig Spaß…..

Noch mehr Konzerte auf NDR Bühnen, Radio-Interviews mit anderen Künstlern / Bands (( Godewind, Speelwark u.v.m. ))  TV-Auftritte – echt ne geile Zeit. Es passte einfach alles und ich träumte vom großen Geld, von Ruhm und Anerkennung.

*** Geld hat es mich und meine Familie unendlich viel gekostet. *** Ruhm – tja, ich rühmte mich so vieler falscher Dinge. ***Anerkennung – ja gab es, aber war mir viel zu wenig!

Ich wollte nichts anderes mehr machen und glaubte fest an mein Talent. Ich glaubte auch an Menschen die allerdings mehr an Ihren Vorteil glaubten. Sie verbogen mich so sehr, dass auf einmal alles in mir monoton wurde. Nicht nur die Kreativität ging verloren sondern auch die  Leidenschaft für das was ich mir am meisten wünschte – Musiker zu sein.

Ich hatte verloren… ich hörte auf und wollte nichts mehr mit Musik zu tun haben. Ich wollte abhauen….. La Gomera, Austeiger sein, keine Verantwortung mehr.

„Gott“ sei dank kam es anders (( olbwohl ich damals noch kein Christ war ))…

So gab es einige Dinge die ich immer wieder anfangen konnte. Es war eigentlich nie richtig aus – aber auch nie wirklich voller Erfolg.

Es war eine harte Zeit – nicht nur für mich, eher für die Menschen um mich herum. Ich hab einiges zu richten, habe die eine oder andere Entschuldigung auf den Weg zu bringen und um Vergebung zu bitten. Ich habe auf geistlicher Ebene Wiedergutmachung erfahren und viele Dinge um die ich in so manchem Stoßgebet nachgesucht habe, wurden erfüllt.

Heute stehe ich nicht mehr am Anfang sondern ich bin wieder mit mir im Einklang…

Ich spiele wieder mit Freude und vom Wunsch her immer zur Freude, zur Freude von Menschen die genau diesen Klang und diese Lyrik brauchen.

Ein befreundeter Pfarrer sagte unlängst in der Abkündigung nach einem Konzert „Ich fühle mich beflügelt durch den Wohlklang dieser Musik“

Dieser Pfarrer einer Harz-Gemeinde kennt beide Herzen in meiner Brust sehr gut.  Er sagte zu mir „Carsten – ich glaube dir beide Leidenschaften – sie sind gesegnet“

Ich darf Euch ins Herz legen… seid mit Euch im Einklang damit aus Euch wieder Wohlklang entstehen kann.

Euer Carsten

 

Zwei Herzen in einer Brust

So möchte ich dieses Gefühl beschreiben oder besser – anders kann ich es nicht ausdrücken.

Seid 1995 lebe ich den musikalischen Weg. Getragen von der Einstellung einmal zu den ganz großen zu gehören, habe ich wirklich alles an Selbstüberschätzung, Hochmut und Hochnäsigkeit an den Tag gelegt. Gebracht hat es mir eigentlich nicht viel!

Von Außen wurde das sehr schnell erkannt und Ratschläge – wie und was man besser machen sollte – folgten auf dem Fuße.

Doch wollte ich Ratschläge?

Natürlich nicht. Wer wollte sich erdreisten, mir – dem großen Künstler – einen Rat zu erteilen…… Bohhh war ich ignorant und geblendet.

Nach ein paar Jahren voll unsäglicher Versuche hatte ich die Schnautze so richtig voll. Blos keine Musik mehr machen, nicht mehr auf jeden reinfallen und und und…

Es ist echt soooo einfach, Jedem und Allem die Schuld an persönlichem Versagen anzulasten. Bei sich selber zu suchen ist unendlich schwer und nicht so modern.

Dann trat eine Wende ein….. neue Liebe verändert! Neue Liebe motiviert und wenn neue Liebe dann auch noch musikalisch die gleiche Sprache spricht, geht es wieder los.  Es ging los – und wie……. mit alten Covern und Evergreens. Erst als Duo – dann als Trio und schon war er wieder da, der alte Abraham in mir. Eigene Songs, neuer Name, große Band und der Wunsch doch nochmal ganz oben mitzuspielen.

Ok – diesmal war es anders, erfolgreicher mit mehr öffentlicher Medienaktivität aber weit von dem „erhofften“ Erfolg entfernt. Was mach ich nur falsch? Warum immer die andern und nicht ich? Warum immer Die, die sehr viel weniger drauf hatten als ich…… (( völlig subjektive Einschätzung ))

Ich war wieder da – in aller Überheblichkeit und Selbstüberschätzung, nur ein paar Jahre älter.

Dann passierte es! Auf einmal wurde ich von einer völlig anderen Kraft getragen ( dieses Thema intensiviere ich in Konzerten und auf Konferenzen ) und ich begann zu glauben. Nicht mehr an mich, sondern an den Herrn Jesus Christus. Verschiedene Situationen, Kontakte und Erfahrungen brachten noch mehr Veränderungen in mein Leben.

Ich lernte einen jungen Christen kennen…… er wurde mein Gesangsschüler und nach kurzer Zeit mein christlicher Mentor. Er war Lobpreisleiter in einer freien, christlichen Gemeinde und er war voll von Worship-Music. Wow….. christliche, moderne Musik mit englischen und deutschen Texten die etwas in mir machten.

Vieles wurde klarer, richtet sich neu aus und veränderte mich zusehens. Ich spielte die ersten Gottesdienste und Lobpreisabende und ließ mich aus freiem Willen in der Schlei taufen. Ich schrieb die ersten eigenen christlichen Songs und berührte Menschen mit meiner Geschichte, mit meinen Texten und anderen schönen Worship-Songs. Ich liebe diesen Weg, diese Musik und die andere Art von Konzerten. Inzwischen bin ich Lobpreisleiter und arbeite sehr intensiv im christlichen Bereich.

Ich liebe aber auch nach wie vor die von mir für den Norden geschriebenen volkstühmlichen Pop-Schlager Nummern…..

Ich freue mich auf schöne kleine Konzerte mit unseren weltlichen und christlichen Programmen. Ich trage die zwei musikalischen Herzen in meiner Brust und bin davon überzeug, dass beide Stilrichtungen miteinander harmonieren können.

Warum? Weil ich beide Richtungen aus Leidenschaft schreibe und spiele…….

Mein persönliches Fazit – wenn ich heute Konzerte spiele, spiele ich nicht als einer der Großen sondern ich spiele für den „Größten“…….

Euer Carsten

Dem Gefühl folgen – nicht den Ratschlägen…

Kennt Ihr das – Ihr tragt etwas in Euch, einen Gedanken, eine Idee, einfach etwas anderes als sonst?

Es kommt der Zeitpunkt bei jedem von uns – ein Zeitpunkt wo alles noch einmal neu beleuchtet wird. Nicht weil man noch mehr Kohle scheffeln will, nicht weil man mit einem neuen Partner das Alter um die hälfte nach unten schrauben möchte und nicht weil man sich für den geilsten hält!

Nach ganz kurzer Zeit des erkennens einer solchen Situation möchte man sich mit seinen „Freunden“ austauschen und bekommt oft einen ungläubigen Kommentar in dem dann all diese verändernden Ideen gleich in den tiefsten Keller geredet werden. Nicht hilfreich – nur Angst schürend und zu oft beendet man seinen Weg bevor man losgelaufen ist.

Nun denkst Du – zumindest hat sich dann nichts verändert. FALSCH!!!

Du hast es gelassen, Du wurdest beeinflusst und fühlst Dich schlechter als jemals zuvor. Unausgeglichen – nutzlos – ungebraucht – verloren.

Vermeide diesen persönlichen Fehler. Verfolge Deinen Gedanken und bringe ihn ins Ziel.

Seid nunmehr knapp 3 Jahren gibt es Farvenspeel – das ist eine noch recht kurze Zeit. Ich habe echt gedacht das wir etwas schneller voran kommen. Aber es dauert alles – wenn es gut werden soll.

Mit unserer Folk/Pop/Schlagermusik sind wir medial schon recht erfolgreich. Aber irgendwie war da mehr – es schlummerte etwas in mir… Mag es von den unzähligen Konzerten in Kirchen kommen, mag es an der Affinität zu Dänemark liegen….. ich hatte das Gefühl – genau zu diesen beiden Emotionen muss ich musikalisch aktiver werden.

Songs auf dänisch und ein christliches Programm wollte ich spielen!

Gerade ausgesprochen kamen dann auch die Komentare – Bedenken und Ratschläge. „Das kannst du deiner gerade wachsenden Fan-Gemeinde nicht antun“ oder „Willst du hier auch noch Kohle machen“ oder „Damit verwirrst du alle – so mit christlicher Musik. Singst wohl auch noch von Gott oder Jesus. Das geht nie gut.“

Zugegeben – ich habe mich zuerst etwas schlecht gefühlt. Wie konnte  ich nur… Vielleicht hatte ich ja kein Vertrauen mehr zu mir – oder was auch immer. Aber ich blieb fest in meinem Gedanken. Nordischer Folk-Pop-Schlager ergänzt durch ein modernes christliches Programm und als Hingabe für das Land in dem ich mich Zuhause fühle auch Songs in dänischer Sprache. Das wollte ich machen und es läuft sehr gut an.

Ok – es brachte Veränderungen in der Lebenseinstellung, im Glauben an sich selbst und in der Freundschaftsliste aber – es war,  ist und bleibt richtig!

Ich werde zukünftig noch mehr auf mein Gefühl hören und weniger von den Menschen annehmen die selber nicht den Mut zur Veränderung aufbringen und sich stattdessen über ihr eigenes Leben beklagen und jedem anderen für alles die Schuld geben.

In diesem Sinne… Euch allen wünsche ich Mut – Erkenntnis – Tatendrang und Gottes fetten Segen.

Euer Carsten

Wat is denn een Künstler?

Jo – wat is denn een Künstler?

Weet se een Antwort op düsse Frog?

Is een Künstler liegers künstlich? – Ne – ne, künstlich föhl ik mie nich an, sä mien Deern!

De beste Antwort – wenn een nix anners in sien Brägen torecht kreeg is: Een Künstler schapt Kunst!

Dull – aber, wat leeve Lüüd is Kunst?

Düsse Frog is nu ok weer bannich swor.

Bün ik een Künstler – mok ik Kunst? För de eenen jo – för de annern nich!

Doch een is bannich klor –  wenn ik de Lüüd – de mie nich kennen – dorto kregg, sich mit mie utenannertoseten – dat is Kunst!

Jo – so bün ik een Künstler!!!!

MoinMoin, Carsten

Streaming-Portale… Fluch oder Segen?

Was habe ich da heute gelesen……. Brian Adams hat 700Mio. Streaming-Klicks und dabei in der Abrechnung 2.500,00 Dollar verdient.

Und was habe ich dann gelesen…… Jeder kann sich bei seiner Veröffentlichung ja überlegen, in wie weit er diese Portale nutzt…

Nun müssen wir uns doch einmal den Ursprung von Musik in Streaming-Portalen ansehen. Ganz zu Anfang waren es doch Songs unserer ganz großen Künstler – wie Brian Adams – die von großen Major-Companys in die Streaming-Portale gestellt wurden. Mit dieser Maßnahme sollte seinerzeit ein illegales Raubrittertum verhindert werden. Diese legalen Streaming-Portale entstanden genau wegen dieser großen Künstler, dessen Songs über unzählige schwarze Schafe in die IT-Welt versendet wurden. Die Folgen dieser Legalisierung waren damals aber für keinen absehbar.

Der Gedanke am Anfang war ja klar und lobenswert. Label und Künstler sollten zumindest noch ein wenig Tantiemen bekommen. Der Gedanke war auch klasse – nur nicht zu Ende gedacht. Jeder kann sich heute legal aus YouTube, oder anderen Portalen ein Audiofile mit hilfe von legalen Konvertern auf sein Handy ziehen. Keine Gebühr – kein Kauf – keine Zustimmung vom Urheber.

Eine Regelung wäre einfach – wie uns das ja HD-Plus, Netflix und Co. vormachen.

Die GEMA strebt gerade genau diese Lizensierung an – wer streamen will mus sich registrieren und dafür zahlen – egal welches Portal er dafür nutzt. Diese Gebühr kann dann entspannt in den Pool der GEMA fließen und nach dem allgemeinen Verteilerschlüssel an die Urheber ausgeschüttet werden.

Es gibt immer mehr von diesen musikalischen Sub-Kulturen mit Namen Streaming-Portal, Hut-Konzerte und Benefiz-Aktionen. Eines haben sie alle gemeinsam – sie bekommen Futter und Bestand durch uns, die Künstler die diese Wege erst möglich machen.

Können wir es umkehren? Wollen wir das überhaupt? Ist es nicht ein erleben, wenn Ihr mit Eurem regionalen Song auf einmal in UK, USA, Knada oder sonstwo gestreamt werdet…….

Ich denke, es wird nicht zurückgedreht – dieses Streaming-Rad….. nur gerecht sollte es zugehen.