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Author Archive Carsten Arndt

Eine Tür durch „Eintritt“ verschließen…..

ich finde es ungerechtfertigt und absolut gegen jede Moral……

Natürlich gilt diese Einleitung nicht für all die schönen kleinen und großen Konzerte in Hallen, Club`s und den ambintionierten OpenAir Veranstaltungen.

Diese Einleitung richtet sich an diejenigen, die unsere Kirchen – egal welcher Konfession sie dienen – als Konzerträume nutzen. Hierbei findet nicht zwangsläufig ein Konzert mit christlicher Musik statt. Die „Romatik“ dieser besonderen Orte wird auf Nachfrage immer wieder gerne als Begründung für diese Konzerte genannt.

Diesem möchte ich wirklich zustimmen – Konzerte in Kirchen bieten immer wieder einen optischen und klanglichen Genuss. Das schätze ich auch sehr……. aus dem Grunde gehen wir auch immer wieder – nicht nur zur Weihnachtszeit –  auf Kirchen-Konzert-Tour…..

Was sollte mich nun aber dazu bringen – für diese Konzerte einen Eintritt zu erheben? Warum sollte ich auf die Idee kommen, hier Menschen auszuschließen, ihnen ihr christliches Anrecht auf freien Zugang zur Kirche durch eine Forderung von „Eintritt“ zu verwehren?

Ich spüre schon förmlich die Aufschreie meiner Kollegen, die mich hier vielleicht als naive bezeichnen werden…… Bin ich nicht, ich bin mir bewußt, dass für diese Konzerte ein finanzieller Aufwand betrieben wird und dieser ja gedeckelt sein muß. Verdienen will man ja auch noch etwas…….. stimmt, dass wollen wir alle.

Alle Welt spielt in jeglichen Clubs, Bars, Kulturbühnen auf Hut…… stehen da oft nur für einen Bruchteil der normalen Gage – verkaufen sich fast unter Wert. Nun gibt es ja Kirchen… und in denen geht das auf einmal nicht mehr? Da – wo die Menschen  das „Geben“  gewohnt sind, da soll der Eintritt es jetzt richten…….

Argumentiert jetzt bitte nicht mit GEMA-Kosten – die sind bei einem eintrittsfreien Konzert deutlich geringer. Kirchenmiete – fast nicht mehr Bestandteil unserer Erfahrungen. Eher schenkt der Förderverein der Kirche in der Pause etwas aus, verkauft Brezel o.ä. und generiert hieraus Einnahmen.

Ich finde es moralisch fragwürdig, hier keinen Sozialaspekt zu leben und sich nicht mit seiner Qualität einem Erfolg der „Spenden“ ((Kollekte)) zu stellen.

Hier wird das schönste und romantischste Bühnenbild genutzt, die volle Infrastruktur ist vorhanden, die Besucher sitzen hart und manchmal frieren sie auch und  ihr verkauft dafür Karten…..

Wir werden das nicht machen…. und ich weiß genau das sich diese Einstellung immer gelohnt hat. Du hast mal so ein Ergebnis oder halt so eins…… Das Endergebnis war bei all unseren Kirchenkonzert-Touren aber immer überzeugend.

Wir machen Musik aus einem Ideal heraus – bringen Leidenschaft mit und entzünden ein Feuer unter unseren Konzert-Besuchern. Was wir zu dem „gesammelten“ noch bekommen ist Dankbarkeit und Anerkennung. Dieses zählt mehr und macht glücklicher als nur Geld.

In diesem Sinne plant Konzerte zu guten Eintrittspreisen in guten Event-Locations, überlegt Euch einfach mal ob Hut-Konzerte Euch wirklich etwas bringen ((oder doch nur dem Wirt)) und lasst die Kirchen aber für jeden offen und stellt Euch mutig einem Wandel…….

So – ich packe denn mal den Tourbus für das nächste eintrittssfreie Kirchenkonzert……

Ein klingendes „Macht hoch die Tür – die Tor macht weit“,

Euer Carsten

 

Private Internet-Radios vs. öffentlich Rechtliche…..

ohhhh…… blos nicht diese privaten Internet-Radios….., das höre ich immer wieder von vielen meiner Kolleginnen und Kollegen.

Echt? Seid Ihr wirklich sicher? Also ich sehe das ganz anders. Ich brauchte aber auch etwas um diese Gedanken wachsen zu lassen….

Jetzt – gerade in dieser Woche – genauer am Montag – kam die entgültige Erleuchtung und jetzt steht es für mich fest: Wir brauchen diese „kleinen IT Sender“, betrieben von ambitionierten Frauen und Männern die Musik lieben und sich Stund um Stund ohne echten Lohn hinsetzen und Sendungen zusammenstellen oder vor Ort in ihren Vereinen usw… unterwegs sind.

Warum mir das so klar wurde?

Wir „Farvenspeeler“ releasen am kommenden Freitag unser Weihnachtsalbum „Winter im Norden & Wiehnacht bi uns“ – genau so wie viele andere liebe Kollegen das auch gerade mit ihren Produktionen machen wollen.

Genau wie viele andere nehmen wir dafür richtig Geld in die Hand, MPN Bemusterung, PR-Agentur, Pressearbeit und und und….

Kurz nach der MPN Bemusterung kamen die ersten Reaktionen…….

Öffentlich-Rechtliche ((ARD / NDR usw… )) scheinen in diesem Jahr generell alles abzulehnen. Da fällt Weihnachten wohl aus, die spielen lt. Aussage wohl eher wenig Weihnachtssongs und wenn überhaupt – nur bekanntes oder traditionelles….. Last Christmas ist ja schon traditionell – ach nee – bekannt……

Für uns wird es in diesem Bereich – und darüber sind wir sehr glücklich – in das  NDR Plus Schlager-Internetradio gehen.

Anders hingegen die Internet-Radios…… die schicken Kommentare und fordern unsere Songs in MPN-Freigabe an…… Diese Sender erreichen – für sich allein – sicher nicht die riesige Hörerschaft. Aber Ihr Lieben – macht Euch mal die Mühe und kommt der Anzahl all dieser Internet-Radios auf die Schliche. Sehr schnell wird hier klar – oh wow – das sind hunderte. Jeder hat Hörer…… die unsere / Eure Songs hören, gut finden und danach streamen oder downloaden könnten.

Ja klar – einige dieser Internet-Radios sind noch nicht so professionell, bei einigen klappt es mit der GEMA noch nicht wirklich aber – sie verbreiten unsere Musik und machen uns alle bekannter. Auch Veranstalter von Events – den Orten wo wir Geld verdienen – hören durchaus privates Internet-Radio. Dort ist nämlich die Musikfarbe etwas abwechslungsreicher und jeder findet den Sender seines Bedarfs….

Meckert nicht über Tantiemen und viel Arbeit…… diese Radios machen einen guten Job an der Basis und bauen *B-Künstler* auf.

***B-Künstler sind die, die nicht von *U* oder *S* oder *B* gepimpt werden*** – wobei ich ja wirklich mal gespannt bin, ob nicht doch neue Songs von U-S-B zur Weihnachtszeit in die AirPlay`s kommen. Was meint Ihr????

In diesem Sinn – klingende Vorweihnachtszeit und Grüße……, Carsten

 

Was ist eigentlich Mainstream….

ich habe mal eine kurze Umschreibung aus Wikipedia gezogen:

Mainstream in der Popkultur

Der Begriff Mainstream wird in der Popkultur als Abgrenzung zum Independent und entsprechenden Subkulturen verwendet.

Hmmmm…… was bedeutet das denn nun eigentlich wirklich?

Alles was anders ist als das, was eine kleine mit riesen Budget ausgerüstete Gruppe proklamiert ist also „Out“ und will angeblich keiner hören!

Ist das wirklich so? Wollen wir wirklich den gleichen Beat mit gleichem Bass in fast identischer Akkordabfolge von unterschiedlichen Künstler in gleicher Art und Weise hören?

Wollen wir wirklich unseren Hintern stumpfsinnig zu Songs wackeln lassen, ohne erkennen zu können ob da nun Künstler AB – oder vielleicht doch Künstler C singt?

Oder haut man uns diese 4/4 Beats nur eindrucksvoll über jede erdenkliche Frequenz so lange um die Ohren bis wir daran glauben?

Ich dachte einmal, so kann das doch nicht sein… aber doch – genau so ist es!

Die einst so abwechslungsreiche Medienlandschaft spielt heute wirklich mit Ansage von oben 80% zum Geldverdienen und 15% altes das man Evergreens nennt.  Mathematisch bleiben 5% der Sendezeit noch für Kultur über….., damit sind dann Folk, Jazz, Blues o.ä. abgearbeitet.

Ok – dieses trifft nicht auf die Bayern zu –  da verteilt sich das ganze etwas mehr in Richtung Landesstolz und Liebe zur Heimat und dessen Musik.

Würde mich auch für all meine nordischen Kollegen freuen – denn es gibt so gute Musik aus dem Norden und kaum Sendezeiten. Das soll wohl lt. verschiedener Medienumfragen der Wunsch aller Hörer sein. Ist schon eine krasse Aussage – ich habe noch nie an so einer Umfrage teilnehmen können – und die Kollegen aus der Szene hatten dieses Vergnügen auch noch nicht. Woher kommt denn diese Erkenntnis über die Wünsche der Hörer?

Also – die Scandinavier sehen das ganz anders. Die haben auch eine sehr starke Affinität zu ihrer landesüblichen Musik – die haben echte Kultur. Die essen gerne und gut, die feiern extrem und singen ihr Zeug zu jeder Gelegenheit.

Wir Deutschen sind halt anders – wir finden deutsch doof und englisch geil….. Was für eine Hammer Vorstellung wenn die Amerikaner plötzlich ihre „Volksmusik“ Country – Gospel – Blues nicht mehr spielen sondern Helene, Andrea, Vicent und Mark hören……. selbst in einem Programm das vielleicht „Traditional Country“ heißt….

Das ist nicht vorstellbar……

Bei uns ist das absolut üblich…. da hörst du in einer Heimatsendung in der nicht nur der Sendetitel *Mundart* ist zu  nur 10% heimische Songs….. Ach ja, will ja keiner hören!

Also Mainstream ist das was die großen drei *U* und *S* und *B* uns glauben lassen wollen……

Beste Mainstream Grüße, Carsten

P.S. Ach nein……. ich schwimme doch *Gegen den Strom* 😉

Hätte ich das gewußt…

ja hätten sie das nur gewußt…….

Was für eine gern genommene Satzbildung – besonders nach überraschend positiven Momenten und Erlebnissen. Ich kenne das, habe ich es nicht schon selbst so häufig genau so ausgesprochen. Immer dann, wenn meine Erwartungen völlig übertroffen wurden…….

Ja genau – wenn meine Erwartungen völlig übertroffen wurden und das kann positiv oder negativ gemeint sein. Das wichtige ist dabei nur das Wort „Erwartung“……

Die Menschen scheinen heute nichts mehr zu erwarten….. Sie wollen sich nicht mehr überraschen lassen, sich keinem Gespräch mehr hingeben in dem sie Stellung beziehen müssen. Sie bleiben lieber weg – nutzen keine Gelegenheit mehr um sich überraschen zu lassen…..

Warum schreibe ich das hier…….?

Nun – wir ((Farvenspeel)) hatten am vergangenen Donnerstag (09.11.17)  ein Konzert im Weinkontor Roberto Gavin in Flensburg. Wir hatten Spaß und es war ein tolles – interessiertes – nahezu euphorisches Publikum anwesend. Über die Anzahl der Gäste will ich hier nur in soweit sprechen „es wäre noch etwas Luft nach oben gewesen“ 😉

Aber – und das meine ich absolut ehrlich – wir waren sehr zufrieden mit dem Abend. Unsere Gäste waren es auch, kauften CD´s und sprachen noch lange mit uns. Dieser eine Satz blieb bei mir immer hängen….. „Hätte man das gewuß, wären bestimmt noch viel mehr gekommen“

Das Leben ist Genuß den wir uns immer wieder erlauben sollten……. Genießen kann ich nur, wenn ich etwas mache was ich genießen kann….. Wenn ich einen schönen Wein trinken möchte, muss ich den auch kaufen….. auch wenn ich noch gar nicht weiß wie er schmeckt.

Wenn ich etwas leckeres essen möchte, muss ich es kochen, wenn ich einen besonderen Abend genießen möchte, wenn ich unter Menschen sein möchte, wenn mich mein arbeitsreiches Leben nicht versklaven soll, wenn ich mich frei weiter entwickeln möchte…….

….muss ich es tun! Ich muss es angehen! Ich muss los gehen!

Nicht nur zu einer Band die da Farvenspeel heißt – völlig unbekannt – kann man doch nicht hingehen – wer weiß was das ist….. WARUM DENN NICHT!!!!

Nein auch zum Italiener der da neu aufgmacht hat und sich zwingen, da nicht nach einem Schnitzel zu fragen…… weil der Küchenchef da ganz andere „italienische“ Leckereien hat!

Fragt Euch doch bitte einmal was Ihr von Eurem Leben erwartet.

Nein – antwortet jetzt nicht mit den Dingen die andere von Euch erwarten…….

Tim Bendzko singt so treffend „ich bin doch keine Maschine“……., ihr solltet nicht zu einer werden.

Geht wieder los, geht in Konzerte, geht in Kneipen und in Kinos, besucht ein Theater und redet im Anschluss bei einem Essen – ( vielleicht bei Italiener oder Inder ) darüber, ob Eure Erwartung erfüllt wurden, Ihr Zufrieden wart oder „außer Spesen nichts gewesen“ dabei raus kommt. Ach nee…… der Satz würde nicht stimmen….. es ist ja was bei dem Abend raus gekommen…..Ihr seid „raus gekommen“…….

In diesem Sinne……..

schönes Rest WE, Carsten

Warum respektlos und selbstsüchtig?

Viele Jahre schaffe ich nun mittlerweile „Kunst“ für mich und diejenigen, die es hören wollen. 

Nun könnte man sich ja einmal die Frage stellen – was ist eigentlich Kunst? Hier mal eine kleine knappe Beschreibung aus dem Internet.

Kunst ist: das schöpferische Gestalten und Schaffen von Werken (wie Malerei, Musik, Literatur), für das man Begabung und ein bestimmtes Können braucht!

Wenn wir uns nun einmal mit diesem Punkt beschäftigen, erkennen wir schnell die Größe der Möglichkeiten einer Bewertung / Auslegung. So kann ich sicherlich mit der Fähigkeit der Pinselführung auch ein Bild malen. Ob Dir das dann gefällt – keine Ahnung….

Ich kann einen Stein behauen um ihm meinen Gedanken einer bestimmt Form zu geben. Ob Du es dann erkennst – keine Ahnung…

Ich kann einen Text schreiben, mit ihm meine Gefühle ausdrücke. Ich mache das poetisch oder sarkastisch. Ob Du ihn dann verstehst – keine Ahnung…

Ich schreibe Melodien, mal tragend, mal rockig oder auch schlageresk. Ich instrumentiere sie nach meinem Gefühl. Ob Dich diese Melodien erreichen – keine Ahnung…

Ich kann all diese Punkte nicht beantworten. Wir Künstler geben jedem die Möglichkeit, ganz persönlich – völlig individuell und unvoreingenommen mit unserer Kunst umzugehen.

Niemals würde sich ein Künstler respektlos dem Betrachter gegenüber verhalten – nur weil dieser den Zugang zu dessen Kunst nicht findet. Künstler untereinander – da ist das leider immer häufiger nicht so…..

Ich bin ein waschechter Norddeutscher, mit Schleiwasser getauft und ein riesen Liebhaber von tosenden Stürmen an der Nordsee. Wenn ich schreibe erkennt man dieses oft am Text oder der Instrumentierung meiner Songs…..

Immer häufiger erlebe ich negative Kommentare – nicht nur zu meiner Kunst sonder auch über die Kunst meiner Kolleginnen und Kollegen.

Sätze wie: *kann man davon leben*, * wer hört sich so etwas an* –  gehören dabei noch zu den harmlosen Beispielen……

Bewertungen wie: *davon bekommt man Ohrenkrebs*, * das ist Körperverletzung* oder schlimmeres – kommen leider immer häufiger vor…….

Was treibt die Menschen zu solchen geistlosen Ausbrüchen? Ist es der Neid, das die selber etwas nicht auf die Reihe bekommen. Ist es Frustration oder eine Grundgehässigkeit?

Ich habe mir jetzt zur persönlichen Erdung einfach einmal ein paar Konzerte in unterschiedlichster Art, Ausführung und Qualität angehört. Sicher habe ich meine persönliche Bewertung zu jedem einzelnen Konzert, zu Songs oder der Darbietung gehabt.

Vieles hätte ich anders gemacht – noch mal….. vieles hätte ich anders gemacht, nicht besser. Ich selber habe doch auch meine Punkte die nicht immer glatt laufen.

Ich kann nicht besser sein als ein anderer. Ich kann anders sein und dazu beitragen das Dir mein anders sein besser gefällt. Das ist der Schlüssel…… dem einen gefällt etwas besser. Das ist eine persönliche Meinung die Ihr für Euch treffen könnt und sollt. Verschont doch andere mit Eurer Meinung, die andere vielleicht nicht mögen, sie diskreditieren oder extrem verletzen.

Fazit: Gönnt Euren Mitstreitern doch ihren Erfolg – wie groß der auch immer sein mag. Gönnt ihnen Radio-Spielungen, auch wenn Ihr gerade nicht in der PlayList steht. Gönnt Ihnen ein gut besuchtes Konzert, auch wenn Euer letztes nicht so voll war.

Nehmt Ihnen nicht mit Euren Kommentaren ihren Traum – nur weil Ihr keine mehr habt….

Mit dem Wunsch auf mehr Respekt…… Euer Carsten