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Author Archive Carsten Arndt

Gute Seelen im Hintergrund, die Serie – Teil 3

Du machst dich als Musiker auf den Weg – zu großen oder kleinen Veranstaltungen.  Die Budgets lassen oft keine externen Techniker zu.

Auch die Frage nach Instrumenten etc… stellt einen Künstler oft vor unlösbare Probleme. Sei es in Punkto Beratung, Testen oder Bezahlung….

Unsere gute Seele im Hintergrund ist die Firma InSound in Kiel!

Was eine Team!

Kompetent, freundlich und auch in stressigen Zeiten immer locker. Ohne InSound würden viele meiner Musiker-Träume für lange Zeit Träume bleiben. Für Farvenspeel ist das Verhältnis zu InSound nicht einfach nur Kunde vs. Lieferant, nein – es ist schon viel mehr als das. 

Ich möchte Euch eine Situation aus einem Instrumentenkauf als Beispiel darbringen:

Ich stand am Tresen und eine InSound Mitarbeiter schrieb gerade eine Rechnung für meinen Einkauf. Zu einer Auzubildenden sagte er: „Das ist Carsten von Farvenspeel – einer der bei uns Equipment abholt, damit Geld verdient um das Equipment zu bezahlen“ und das klappt zu 100%.

Ich bin glücklich, das ich Kunde dieser Firma bin.

In diesem Sinne……. ich brauch bestimmt bald wieder was 😉

Euer Carsten

Gute Seelen im Hintergrund, die Serie – Teil 2

Ein Mensch voller Menschlichkeit – Hilfsbereitschaft und Güte…..

…Bianca!

Ich glaube fast, es ist so gelenkt gewesen das Bianca und ich uns über den Weg gelaufen sind. Es ist schon sehr lange her, ich war seinerzeit Chorleiter des Arniser Shanty-Chores – ein gemischter Chor – und Bianca sang dort von Zeit zu Zeit mit.

Schon damals war es unverkennbar – das Leben machte es ihr nicht leicht. Folgen einer Erkrankung waren sichtbar und schränkten sie etwas arg ein, aber sie stand fest im Leben.

Bianca hat mir mit ihren Sichtweisen vom Leben – vom Erleben und von Gott ein Stück weg die Augen geöffnet und vieles in mir wach gerüttelt.

Sie half aus gütigem Herz auch wenn Sie wußte das meine Ansagen und Vorstellungen nicht wirklich haltbar waren.

Sie war und ist bis heute stets für mich – für die Band und alle Belange mit einem offenen Ohr da gewesen.

Es geht Ihr nicht mehr so gut – kann uns bei Konzerten nur noch sehr selten besuchen und das fehlt uns sehr – sie fehlt uns live sehr.

Liebe Bianca – ohne Dich wäre so vieles nicht möglich gewesen! Du bist mit einer Warmherzigkeit ausgerüstet, die ich bislang wirklich nicht sehr häufig erleben durfte.

Danke das Du da bist – als Freundin, als erster Fan als toller Mensch…

Dein Carsten

 

Gute Seelen im Hintergrund, die Serie – Teil 1

Es ist einfach einmal an der Zeit sich über gute Seelen im Hintergrund zu äußern. Menschen, ohne die Farvenspeel nicht so auf dem Weg wäre….. Menschen die viel mehr sind als einfach nur Freunde oder Fans!

Unser Mann der tollen Bilder – Volker Timm!

Nun, es ist einfach eine Fügung des Schicksals oder einfach vorbestimmt das Volker, der Mann von unserer Nadine, einen Ausgleich zu seinem anstrengende Job in der Sozial-/ und Pflegearbeit braucht und das Photographieren für sich entdeckte.

Volker ist unwahrscheinlich gut – weiß es nur eigentlich gar nicht. Er hat das „Auge des Moments“ und holt sehr häufig verborgenes ans Tageslicht. Ungeschönt und oft nicht mit der optischen Meinung des Akteures kompatibel sieht man sich tatsächlich wie man lebt und arbeitet. 

Aus hunderten von Shoots mit fast gleichen Motiven oder Szenen holt er doch immer ein  ganz besonderes aus dem Hut.

Mit der Freude uns immer wieder unermüdlich abzulichten wuchs auch der Bedarf an Equipment – und Volker kauft gerne gut und teuer….. (( daher wurde „Equipment“ unser Unwort 2019 ))

All das hat mich schon  sehr verzückt, aber…..

Landschaftsmotive fängt Volker mit einem Auge ein, wie ich es so nur sehr selten gesehen habe….

Danke Volker, Du bist längst nicht mehr nur der Mann an Nadines Seite sonder „Staff“ im Farvenspeel-Team.

Danke das Du Deine Zeit für uns her gibst…. danke das Du besondere Moment festhältst…

Carsten

Bis das der Bierhahn glüht….

ist und wird nie meine Definition von Musik.

Ich erlebe es immer wieder – ganz objektiv und völlig Vorurteilsfrei – unsere Musik verroht zu einem Gewinnprodukt für Veranstaltungen auf denen es nicht um Kultur sondern um Komerz geht.

Jegliche Art von Entertainment ist gut – wenn doch nur der Umsatz am Tresen stimmt. Ja – das war auch früher nicht viel anders, nur spielten da wirklich geile Bands mit Cover-Programm oder auch eigenem Zeug. Es waren Partys ohne Ende, die Bands legten sich ins Zeug und der Veranstalter war zufrieden.

Heute sieht das etwas anders aus……

Man findet sehr häufig Formationen auf Bühnen die weder musikalisch noch leidentschaftlich etwas zu bieten haben. Elektronisch klingt das fast immer nach großem Kino, vocalistisch erinnert das doch sehr häufig an musikalische Frühförderung.

Die Werbung verspricht ein absolutes HighLight der Musikkultur und mein Ohr erkennt dabei oft nur schiefes und unharmonisches das irgendwo im Nirvana der trommelnden Beats verschwindet.

Natürlich darfst Du das als einer aus der musikalischen Zunft niemals öffentlich sagen – du bist ja sonst neidisch und der Shitstorm bricht augenblicklich los. Ich mache das auch nicht – ich gehe einfach. Ich tue mir das nicht an und ich saufe mir die Töne auch nicht schön.

Ich fühle mich etwas geleimt wenn ich für ein schlechtes Gesamtpaket Eintritt bezahle. Körperlich schlecht aber geht es mir,  wenn ich mir das dann auch noch bis zum bitteren Ende anhören muss.

Ich weigere mich einfach einen Platz in diesem Unterhaltungszug zu besetzen und nehme es auch in Kauf, weniger auf solchen Großveranstaltungen zu spielen.  Das hat natürlich zur Folge, dass von uns fast nur noch akustische Events als Duo oder Trio gespielt werden.

Zum Glück darf ich auch weiterhin mit meinen Mitmusikern an Taste und Drums rechnen – wenn sich denn ein guter Gig rechnet…….

So – das war es erst einmal…. schauen wir mal was 2020 so bringt und wie sich Musik – Anstand – Qualität und Respekt in diesem Unterhaltungszug  entwickeln.

Ich wünsche Euch „Harmonie“ auf allen Ebenen – Euer Carsten

Die Angst – sich beweisen zu müssen

Wer kennt ihn nicht – diesen Druck des funktionieren müssens ? 

Leider kenn ich dieses Thema nur zu gut…. ich bin Quereinsteiger im Music-Bizz. 

Ich habe ein total anderen Beruf gelernt und mit der Musik habe ich ein „Hobby“ zum Beruf gemacht. 

Weil ich in meinem ganzen Leben von Überheblichkeit und Selbstüberschätzung begleitet wurde, war ein grandioser Aufstieg an die Spitze der nordischen Musik allerdings nicht möglich. Leider merkte ich das nicht.

Wenn ich heute daran zurück denke bin ich von mir selbst entsetzt. Ich habe in all den Jahren immer wieder Menschen an meiner Seite gehabt – Menschen die mich fördern wollten. Ich aber war nicht besonders kooperativ….  im Ausspruch schon aber im Herzen nicht. Ich war ungeduldig und alles andere als ehrlich. 

Ich war doch der neue Stern am norddeutschen Musik-Himmel und es musste doch laufen.

Heute weiß ich das ein anderer – der, der den Plan für mein Leben schon lange kennt – genau wusste das ich mit dieser Art von Erfolg nicht hätte umgehen können. 

Ich konnte nicht wirklich Punkten – nicht als Ehemann in den ersten beiden Ehen, nicht als Vater, nicht als Kaufmann und auch nicht als Musiker. Es reichte einfach nicht zur „geglaubten Perfektion“….

“Alles gut“ – hab ich jedem erzählt. Aber es ging mir nicht gut, im Gegenteil. Ich lebte nicht, sondern überlebte nur. 

Mit diesen Erfahrungen und dem falschen Gefühl von „Größe“ versuchte ich immer wieder auf allen Wegen „ meinen Erfolg“ zu erreichen. Es war jedem Versuch und jedem Scheitern geschuldet, dass eine enorme Angst in mir wuchs.

Diese Angst machte mich krank und brachte mich noch weiter weg von allem was ich doch so sehr wollte.

Dann taten die wichtigsten zwei Frauen in meinem Leben einen enormen Schritt in der gutgemeinten Befehlskette….,

– meine Tochter sagte zu mir, ich solle mich mal mit der Bibel und dem Glauben beschäftigen – O-Ton „Papa, du brauchst Jesus“!

– meine Tanja warf mich aus dem Büro unser Musikschule raus und sagte „komm erst mal klar – und dann mach Musik“

Zum ersten Mal in meinem Leben wurde es ruhiger in mir und ich entspannte nach und nach…  Ich besuchte einen Alphakurs um etwas über den christlichen Glauben zu erfahren. Dieser Kurs machte was mit mir, veränderte etwas in mir – für mich kaum spürbar.

Ich hatte so ein paar ganz unangenehme Eigenschaften die nach und nach keinen Bestand mehr in meinem Leben haben sollten. Das waren moralische Dinge, ausschweifende Dinge, Süchte die es zu erkennen gab. All diese Dinge möchte ich jetzt noch nicht näher beschreiben, brauche ja noch Stoff für Fortsetzungen.

In der Band veränderte meine Veränderung auf einen Schlag ziemlich viel.

Ich konnte all das was ich mir so in den Kopf gesetzt hatte nicht umsetzen und gemachte Versprechungen gegenüber meinen Mitmusikern einfach nicht erfüllen. So war es nicht verwunderlich, dass sich nach und nach diese absolut korrekten Menschen von mir entfernen mussten. Für mich zuerst ein absoluter Schock…. was dachten die sich nur? Wieso ließen die mich hängen? Was für ein mieser Zug – so kurz vor dem „großen Durchbruch“……

Wenn ich da heute so drauf schaue – kann ich es verstehen. Keiner kann und soll den Traum eines anderen Leben. Nur wenn Menschen es schaffen gemeinsam an etwas zu glauben, kann man lange Strecke zusammen gehen, kann man trockene Phasen überstehen, kann man einen Teil der Last eines anderen mittragen und sich gegenseitig motivieren. Nur so bleibt man dran!

Im laufe der Zeit habe ich immer wieder versucht „hinzuschmeißen“….. nicht meine Arbeit, nicht meine Musik sondern meine „Angst sich beweisen zu müssen“.

Es gelang zu Anfang nicht so häufig – in der letzten Zeit aber immer mehr. Eigentlich weiß ich heute das ich aber auch gar nichts beweisen muss. Ich möchte nichts beweisen weil ich mich nicht mehr vergleichen möchte.

Ich möchte auch nicht mehr urteilen und schon lange nicht mehr über andere richten. Ich durfte entdecken, dass ich klar komme  – wenn ich nur Musik mache.

Wenn ich mit dem mir gegebenen Talent andere Menschen erreichen kann….. vielleicht etwas positives vermitteln kann, macht mich das unendlich zufrieden.

Heute weiß ich das ich zu erzählen habe, von dem was mich leitet, wer mich leitet und das ich nichts von mir aus schaffen kann…..

Angst zieht einen runter – aber liebevolles Vertrauen baut einen auf……

Das wars erst einmal, Euer Carsten